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19.06.2017

Fressnapf Tier-Ratgeber 06/2017: Auf Reisen mit vier Pfoten

PRO UND CONTRA: HUNDE ALS REISEBEGLEITER

Zieht es sie in ihrem Urlaub in die Ferne, stellt sich für Hundebesitzer die Frage: Was mit dem geliebten Vierbeiner anstellen? Mitnehmen oder zu Hause in liebevolle Hände geben? Prinzipiell gilt: Hunde leiden stärker unter der Trennung von ihrer Familie als Katzen. Dennoch gibt es einige Argumente, die gegen eine gemeinsame Reise sprechen: Leidet Ihr Hund unter starker Reiseübelkeit oder planen Sie eine Reise in ein Land mit sehr heißen Temperaturen oder eine Flugreise, tun Sie ihm mit einem gemeinsamen Trip keinen Gefallen. Die Einreisebestimmungen einiger Länder schreiben zudem einige Wochen Quarantäne vor, bevor ein Haustier die Grenze passieren darf. In diesen Fällen sollten Sie ihn lieber zu Hause in seiner gewohnten Umgebung zurücklassen. Vielleicht kümmern sich Freunde oder Familie sowieso bereits regelmäßig um Ihren Hund, wenn bei Ihnen gerade die Zeit knapp ist. In der liebevollen Obhut einer bekannten Person fühlt sich Ihr Haustier schnell wohl und verkraftet in der Regel für einen überschaubaren Zeitraum die Trennung gut.

MÖGLICHE RISIKEN IM URLAUBSLAND
Nehmen Sie Ihren Vierbeiner mit in den Urlaub, sollten bei der Wahl des Urlaubslandes auch mögliche gesundheitliche Risiken beachtet werden. Dabei sind zuerst einmal Kriterien wie Rasse, Alter und Fell des Hundes wichtig. Einen älteren Hund sollte man nicht auf Bergtouren oder in den heißen Süden mitnehmen – das gilt auch für Tiere mit langem Fell. Zudem sollte man wissen, welche Krankheiten im Urlaubsland übertragen werden können. Gegen einige kann man Hunde schützen, andere können im Fall einer Ansteckung schnell behandelt werden. Bei Reisen in das südliche Europa können sich Hunde unter anderem mit den „Mittelmeerkrankheiten“ Leishmaniose, Anaplasmose, Babesiose, Ehrlichiose und Dirofialariose anstecken. Besprechen Sie konkrete Risiken und vorbeugende Maßnahmen rechtzeitig vorher mit Ihrem Tierarzt.

ÜBELKEIT AUF REISEN VERMEIDEN
Nicht jeder Hund ist zudem „reisefest“, mancher leidet unter der sogenannten Reisekrankheit mit Übelkeit und Erbrechen. Die Reisekrankheit entsteht, wenn ein Auto, ein Wohnmobil oder ein Zug Geschwindigkeit aufnimmt. Dabei zieht die Landschaft schnell am Auge vorbei, ohne dass sich der Körper selbst bewegt. Das bringt den Gleichgewichtssinn im Ohr durcheinander. Er nimmt die Fortbewegung als Sinnestäuschung wahr und das vegetative Nervensystem gerät in Aufruhr. Die gereizten Nerven lösen infolgedessen Schwindel und Übelkeit aus.

GEGENKONDITIONIERUNG: ANGST AUFLÖSEN
Um dies langfristig zu verhindern, ist es sinnvoll, das Autofahren für den Hund positiv zu besetzen, indem Sie ihm zu
schönen Erlebnissen im Auto verhelfen. Üben Sie anfangs nur, Ihren Hund ins Auto zu setzen, loben und belohnen Sie ihn mit Leckerchen und Kuscheleinheiten oder einem gemeinsamen Spiel. Diesen kurzen Ausflug unternehmen Sie mehrmals täglich. Wenn Sie merken, dass Ihre Fellnase im Auto entspannt bleibt, können Sie den nächsten kleinen Schritt wagen. Schließen Sie dazu nun die Autotüren und setzen Sie sich auf den Fahrersitz. Der Motor bleibt noch aus. Auch jetzt gibt es wieder eine schöne Belohnung. Nimmt Ihr Hund nach einigen Trainingseinheiten diesen Vorgang gelassen hin, können Sie den Motor starten. Ist die Zeit für den nächsten Schritt reif, unternehmen Sie die erste kurze Spazierfahrt. Am besten suchen Sie sich dafür ein Ziel aus, an dem sich Ihr Hund gern aufhält. Steigern Sie die Dauer der Fahrzeit langsam und beobachten Sie Ihren Hund stets genau. Zeigt er wieder Anzeichen der Unruhe, brechen Sie die Fahrt schnellstmöglich ab und gehen Sie bei den Übungen wieder einen Schritt zurück. Geduld zahlt sich aus: Haben Sie die Gegenkonditionierung sorgfältig vorgenommen, wirkt diese nachhaltig und Ihr Hund ist dazu bereit, Sie auf Ihren nächsten Urlaubstrip zu begleiten. Bevor es auf große Fahrt oder in die Pension geht, sollten Sie an wichtige Dokumente wie den EU-Heimtierausweis denken und sich mit den Einreisebestimmungen – auch denen der Durchfahrtsländer! – vertraut machen. Dann steht einem gelungenen
und erholsamen Urlaub für Zwei- plus Vierbeiner nichts mehr im Weg.



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Auf Reisen mit Vier Pfoten
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